Schönheitsoperationen liegen voll im Trend. Der Anspruch der Menschen, möglichst die ewige Jugend beibehalten zu können, hat sich im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich in die Höhe geschraubt. Besonders Fettabsaugen, Brustoperationen und Liftings gehören zu den beliebtesten Eingriffen in der kosmetischen Chirurgie.
Doch nicht immer lässt sich ein solcher Eingriff, weil man mit seinem Aussehen unzufrieden ist, schnell und unkompliziert verwirklichen. Häufig fehlen einfach die finanziellen Mittel für eine Schönheitsoperation, die sich in der Regel im vierstelligen Eurobereich bewegt. Ganz gleich, ob man gesetzlich oder in der PKV versichert ist – Krankenversicherungen beteiligen sich nur in Ausnahmefällen an den Kosten für Fettabsaugen und Co. Da muss schon ein gravierendes und vor allem ärztlich nachgewiesenes psychisches Problem bestehen, das in direktem Zusammenhang mit dem Schönheitsmakel steht. Ansonsten werden nur die Kosten für Eingriffe übernommen, die medizinisch notwendig sind.
Bei medizinischen Eingriffen jedoch profitieren Versicherte, die in der privaten Krankenversicherung Mitglied sind. Einbettzimmer und Chefarztbehandlung gehören zu all dem Luxus, der nur Privatpatienten zuteil wird. Kassenpatienten müssen sich in aller Regel mit ein oder mehr Personen ein Krankenzimmer in der Klinik teilen und können sich die Ärzte für eine Behandlung auch nicht frei auswählen.
Darüber hinaus ist längst bekannt, dass Versicherte, die Mitglied in einer privaten Krankenversicherung sind, vom Ärztepersonal bevorzugt behandelt werden – kein Wunder, verdienen sie dank den Abrechnungssystemen an Privatpatienten ja auch mehr. Das marode Gesundheitssystem in Deutschland führte in jüngster Vergangenheit dazu, dass immer mehr Leistungen aus dem Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen gestrichen wurden und die Ärzte immer weniger Kosten für die Behandlungen abrechnen konnten. Diese Maßnahmen verstärken das ohnehin bereits bestehende Zwei-Klassen-System im Gesundheitswesen.
Wer die Möglichkeit hat, in die private Krankenversicherung zu wechseln, sollte sich mit der Thematik auseinandersetzen. Es ist empfehlenswert, als Einstieg in die Materie einen Versicherungsvergleich im Internet vorzunehmen, durch den sich ein erster Überblick über vorhandene Angebote und Tarife verschafft werden kann. |